Koh Samui

Boah, war das schön hier auf der Insel! Am Donnerstag waren wir doch etwas ermattet von der langen Anreise. Unser Abendessen haben wir in unserem Hotel direkt am Meer genossen. Es ist schon dunkel und auf einmal sehen wir jemanden, der mit einer Stirnlampe durch das Wasser watet. Als wir genauer hingucken, erkennen wir, dass er in einer kleinen Jolle steht und sich mit einem Stab stakend fortbewegt. Auf einmal holt er aus und sticht mit dem Stab ins Meer. So hat er doch tatsächlich einen Fisch gefangen. Witzig. Nach dem Essen schlendern wir ein wenig den Strand entlang und stoßen auf das wunderschöne Beachrestaurant „Tree House“. Ein uriges, buntes Lokal, wo wir noch einen Absacker nehmen. Dass wir dort nicht zum letzten Mal gewesen sind, ist uns direkt klar.

Freitag schlafen wir mal richtig lang und gehen erst um halb zehn zum Frühstück. Danach ist uns eher etwas nach Gemütlichkeit. Wir liegen also ein bisschen am Pool, lesen und entspannen so richtig herrlich. Für fünf Uhr haben wir den Transfer zum „Fischerman’s Village“ gebucht. Dieser Ort liegt nicht weit entfernt in der nächsten Bucht. Dort ist freitags immer der „Walkway“ für Autos gesperrt und die Hölle los. Es reihen sich unzählige Boutiquen, Restaurants und Souvenirläden aneinander. Heute möchte ich gerne endlich mal Pad Thai probieren. Allerdings gibt es das in dem Restaurant, wo wir uns niederlassen komischerweise gar nicht, obwohl es sich ja um eines der beliebtesten Thai-Essen handelt. Nach und nach verdichten sich die Zeichen und nach einer Weile wird uns klar: wir sind in einem chinesischen Restaurant gelandet. Ist ja nicht schlimm, wir sitzen trotzdem gut und das Essen ist auch gut. Aber es war nicht das leckerste grüne Curry, das ich bisher zu mir genommen habe. Und das waren schon einige!

Nach dem Essen stürzen wir uns noch ein wenig in das wuselige Treiben, trinken etwas am Strand und erleben erneut eine unglaubliche Feuershow. Dann steht uns aber doch eher der Sinn nach etwas weniger Trubel und wir beschließen, den Abend noch einmal im „Tree House“ ausklingen zu lassen. Auch, wenn es nicht so weit ist, zu Fuß ist der Weg nicht so schön. Immer an der Hauptstraße entlang und in der Dunkelheit bei dem Verkehr wollen wir uns das nicht antun. Nur, wie kommen wir jetzt an ein Taxi? Wir fragen eine freundliche Dame, die vor ihrem kleinen Lokal direkt an der Hauptstraße steht. Sie ist so liebenswürdig und ruft für uns per Telefon ein Taxi herbei. Wir wären sonst wirklich etwas aufgeschmissen gewesen. Es ist ein Megastau auf der Straße, zum Glück nicht in die Richtung, in die wir müssen. So sitzen wir kurze Zeit später wieder in unserem Lieblingslokal und erfreuen uns daran, wie gut es uns geht.

Für Samstagvormittag haben wir eine kleine Tour über die Insel gebucht. Da zeigt sich mal wieder, dass der kundige – und mittlerweile sonnengebräunte – Reiseleiter sein Handwerk versteht. Es geht schon um acht Uhr los. Das ist super. So sind wir immer vor den Menschenmassen an den Sehenswürdigkeiten. Die erste Station ist der Phra Yai (großer Buddha). Er ist in der Tat riesig und wir sind fasziniert, dass wir ihn wirklich ganz alleine bestaunen können. Auch die nächste imposante Tempelanlage Wat Laem Suwannaram können wir ungestört bewundern.

Wir hatten ja erst überlegt, ob wir auf eigene Faust mit dem Roller die Insel erkunden sollen. Nun sind wir aber sehr froh, dass wir uns für diese Variante entschieden haben. Unser freundlicher Fahrer Ohn fährt sehr sicher und kennt sich super aus. So halten wir hier und da mal an, bewundern eine tolle Aussicht oder schöne Strände. In einer kleinen traumhaften Bucht trinken wir einen Kaffee. Wir fragen Ohn, ob er auch mal an einem Localmarket anhalten kann. Dort findet man ausnahmsweise keine Touristen, nur die Einheimischen kaufen dort ein. Ohn spricht ganz gut englisch, so dass er uns einiges erklären kann. Was für ein schöner Markt und alles sieht so appetitlich aus. Gut außer vielleicht die Kröten, die in einem Korb vor sich hin quaken. Aber von den Kanom Krok, die uns eine herzliche Dame anbietet, probieren wir gerne einmal. Hierbei handelt es sich um eine aus Kokosmilch und Reismehl hergestellte Süßspeise. Sie ist außen knusprig und innen fluffig weich. Lecker.

Da haben wir sie mal wieder live miterlebt, die berühmte thailändische Herzlichkeit. Natürlich sind auch hier in diesem Land nicht alle Menschen immer freundlich, so wie gerne behauptet wird. Aber bei unserem nächsten Stopp an einem Aussichtspunkt erleben wir sie noch einmal. Eine thailändische Familie hat es sich in dem Kofferraum ihres Fahrzeuges gemütlich gemacht und  futtert kleine Minimangos. Sie sprechen uns sofort an und wollen gerne ein Foto mit uns machen. Dann schälen sie uns flugs auch ein paar von den Mangos. Super köstlich schmecken sie. Das ist aber auch eine süße Familie. Sie haben richtig Spaß und versuchen sich mit ein paar Wörtern englisch mit uns zu unterhalten. Wir erfahren, dass sie eigentlich ca. 1000 km entfernt im Norden wohnen und hier Urlaub machen. Thailändische Touristen, das ist auch mal was besonderes hier.

Zum Schluss fahren wir noch einmal einen mega steilen Berg hinauf und genießen mit einer spektakulären Aussicht einen Mango- und einen Wassermelonenshake. Gegen halb eins sind wir wieder zurück am Hotel. Ein schöner Ausflug war das!

Abends gehen wir ein letztes Mal ins „Tree House“. Jetzt wollen wir hier auch endlich mal essen. Für mich gibt’s wieder kein Phad Thai. Es steht zwar auf der Karte aber auch noch so vieles mehr. Und so viele Sachen, die es hier sonst nicht gibt. So nehmen wir zur Vorspeise Frühlingsrollen mit Spinat und Feta gefüllt. Zur Hauptspeise isst Björn Chicken Masala und ich Wraps mit Avocado und Tofu. Sehr lecker!

Nun sind wir auf der Nachbarinsel Koh Phangan, wo wir bis Freitag bleiben. Fortsetzung folgt 😉Hier noch kurz die Auflösung des Rätsels: man darf keine Durian essen. Das liegt nicht etwa daran, dass diese Frucht giftig ist. Im Gegenteil, sie soll sehr gesund sein. Allerdings hat sie wohl auch einen sehr durchdringenden, unangenehmen Geruch. Nicht umsonst wird sie auch Stinkfrucht genannt.

3 Gedanken zu „Koh Samui“

  1. Liebe Ranka, lieber Jörg,

    gerade heute habe ich bewusst Eure Seite genossen … um zu lesen, was es neues gibt, um zu spüren, wie schön Euer Urlaub ist, zu erahnen, was Eure Lieblingsorte, Essen und/oder Getränke sind
    und … um Dir, liebe Ranka , zu Deinem Geburtstag zu gratulieren …wir wünschen Dir alles Gute für das neue Lebensjahr … genieße den Tag mit einem Kao- Sekt aus einem selbstgeschnitzen Bambusbecher 😎🎂…
    bleibt gesund und habt noch eine schöne Reise.

    Dietmar und Jutta

  2. Hallo liebe Ranka, wir verfolge Euren Reisebericht mit Vergnügen🤩. Es ist super, daß man auf diese Weise teilhaben kann an Eurer tollen Reise und in Gedanken ein wenig mit reisen darf. Nun hast Du auch noch Geburtstag im Urlaub, also was will man mehr? ❤️lichen Glückwunsch und sicher gibt es heute ein Prösterchen🍾🥂auf ein wundervolles neues Lebensjahr für Dich. Wir wünschen Euch weiterhin eine erlebnisreiche Reise und schicken liebe Grüße, HW + RR aus MS

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