7. März 2023. Dass wir jetzt nicht mehr an der Küste sind, merken wir temperaturmäßig zumindest abends. Wir können uns sogar darauf einigen, ohne eingeschaltete Klimaanlage ins Bett zu gehen. Das ist ja vor allem wegen des penetrant lautstarken Gebläses sehr gewöhnungsbedürftig. So lassen wir uns heute eben mal von den lautstarken Zikaden in den Schlaf lullen.
Am nächsten Morgen geht es in den Dschungel. Dee, unser Guide ist ein netter Typ. Leider spricht er nur sehr rudimentär englisch. Das ist ein bisschen schade, weil wir uns so nicht mit ihm unterhalten können. Er hat sich aber ein paar Wörter angeeignet, die er fröhlich immer und immer wieder sagt wie z. B. Bamboo, Monkey, oder no rain no water. Es ist ja gerade Trockenzeit, daher fallen die zahlreichen Wasserfälle z. Zt. nicht ganz sooo imposant aus. Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist in diesem Urwald recht übersichtlich, so dass das Highlight des Tages eindeutig das gut zweistündige Mittagessen ist. Es dauert so lange, weil Dee erst einmal das Kochgeschirr, die Teller und Trinkgefäße eigenhändig herstellt. Wir haben ja gestern schon einen Kaffee aus einem Bambusbecher genossen. Aber heute ist es nochmal interessanter, da wir live bei der Herstellung der Utensilien dabei sind. Alles schnitzt Dee kurzerhand aus Bambus zurecht. Wenn der von innen hellbeige und sauber, ist, ist er gut geeignet. Manche Stangen sehen allerdings braun und unappetitlich aus. Dann weiß man, dass man sie nicht nehmen sollte.


Das bereits vorbereitete Gemüse mit Tofu füllen wir in ein Bambusrohr, welches wir dann ins Feuer stellen. Wir mixen den Pfannkuchenteig – natürlich auch in einem Bambusrohr – zusammen. Dieser wird dann in ein längs aufgeschnittenes Rohr gefüllt und auch über das Feuer gelegt. Auf den Pancake hat sich Dee schon den ganzen Tag gefreut. Quasi mit der Begrüßung fragte er uns, ob wir Pfannkuchen mögen. Und auf dem Weg vernahmen wir immer wieder eine fröhliches „Pancake good!“ oder „Mjam, Pancake-Barbecue“. Leider hat der Pfannkuchen eindeutig zu viel Feuer abbekommen, außerdem ist etwas Asche hineingebröselt, so dass er insgesamt doch einen etwas zu rauchigen Geschmack hatte. Das Gemüse mit dem Reis hergegen war sehr köstlich. Vom Pancake ist auch nicht allzu viel übrig geblieben. Den haben wir großzügig an drei Mädels aus Holland und ein Paar aus Leverkusen verteilt, die fasziniert stehen blieben, um sich das Bamboo-Barbecue anzuschauen. Zum Abschluss gibt es noch einen Tee aus den selbstgeschnitzten Bechern.

Nachmittags wird es dann doch auch hier im schattigen Dschungel sehr heiß und wir beschließen, den Rückweg anzugehen. Dee lässt es sich weiterhin nicht nehmen, auf nahezu jeden Bambus hinzuweisen, an dem wir vorbeikommen. Und wir kommen an sehr, sehr, sehr, sehr, sehr vielen vorbei. Da es sich hier also um einen ständig nachwachsenden Rohstoff handelt, haben wir auch kein schlechtes Gewissen, dass wir heute Einweggeschirr benutzt haben.











