Epilog

Kaum sind fast vier Wochen vergangen, sind wir schon zurück in Kölle. Ja, da sind wir wieder. Auch, wenn wir etwas wehmütig sind, dass der Urlaub „schon“ vorbei ist, freuen wir uns auch, wieder zu Hause zu sein. Wäre ja auch blöd, wenn man sich nicht wieder auf zu Hause freuen würde, nicht
wahr? Viel haben wir jetzt zwar nicht mehr zu berichten, aber wir möchten uns gerne mit einem letzten Beitrag zu unserer schönen Reise verabschieden. Wir haben uns übrigens auch sehr darüber gefreut, dass Ihr so zahlreich Anteil an unserem Blog genommen habt!!! 😀 Da macht das Fotografieren und Schreiben doch gleich nochmal so viel Spaß!

Am Sonntag haben wir tatsächlich nichts anderes mehr gemacht, als uns an dem tollen Panorama zu erfreuen. Einen solchen Blick direkt am Bodensee, mit Aussicht auf die Alpen haben wir schließlich so
bald nicht wieder, da müssen wir nochmal alles aufsaugen. Gestern hat es sich dann so richtig schön eingeregnet. Nicht schlimm, Regen beschert uns ja – wie Ihr schon mitgekriegt habt – immer ein paar schöne Lesestunden. Aber auch danach haben wir uns aufgemacht und sind nach Konstanz gefahren. Wir haben uns das SeaLife angeschaut. Gut, wenn wir 30 – 35 Jahre jünger gewesen wären, hätte es uns wahrscheinlich noch besser gefallen 😉 Abends verbringen wir einen herrlich leckeren letzten Abend im „Gasthaus Seeblick“.

Heute Morgen hatten wir noch ein schönes, kleines Erlebnis. Wir können an einem Tisch im Wintergarten frühstücken. Von dort haben wir – mal wieder – einen schönen Blick auf den Bodensee, aber auch auf den kleinen Hafen von Hagnau. Und dort sitzt dann dieser hübsche Geselle auf einem Schiffstau:

Das letzte Mal, dass wir einen Eisvogel gesehen haben, war vor ein paar Jahren auf einer Radtour, zufällig auch beim Frühstück. Allerdings mussten wir da mitansehen, wie er vor eine Scheibe flog und leider nicht mehr aufstand. Deswegen sind wir umso begeisterter, heute einen so
quicklebendigen beobachten zu können.

So, Ihr Lieben, das war’s. Und es war wunderschön! Auch, wenn wir keine Kängurus, Emus oder Koalas gesehen haben: ereignisreich war sie, unsere Reise von Nord nach Süd, von Sylt bis an den Bodensee.

Wir haben abwechslungsreiche Gegenden erkundet, köstliches Essen (den dazu passenden Wein nicht zu verachten) genossen und sind wunderbaren Menschen begegnet. Und wenn wir nächstes Jahr immer noch nicht fliegen können oder wollen, fahren wir halt von Rügen nach Berchtesgaden (da freuen wir uns jetzt schon drauf!!!)

Westerland

“Oooh, ich hab solche Sehnsucht, ich will zurück nach Westerland”. Diese poetische Zeile eines bekannten Liedes der besten Band der Welt hat bestimmt jeder schon mal vernommen. Und wir wissen jetzt schon, dass uns diese Sehnsucht bald wieder einholen wird. Aber noch haben wir einen Tag hier und den wollen wir genießen. Wir bringen die Fahrräder weg und essen erst einmal eine Kleinigkeit. Dann bummeln wir ein bisschen durch die Straßen und kaufen ein paar Andenken. Beim Diavolo, einem der begehrten Lokale auf der Friedrichstraße, sind zwei Plätze in der ersten Reihe frei. Diese Chance lassen wir uns nicht nehmen und lassen uns nieder.

Gute Gelegenheit, eines noch zu erwähnen: die Leute sind alle durch die Reihe weg total freundlich und die meisten haben immer einen lustigen Scherz auf den Lippen. Auch, wenn wir des öfteren beobachtet haben, wie die Bedienung zum hundertsten Mal erklärt, dass sich die Gäste bitte nicht direkt setzen, sondern warten, bis sauber gemacht worden ist und dass sie doch bitte ihren “Schnutenpulli” anziehen müssen. Also ich persönlich bin jetzt beim Schreiben schon wieder ganz kribbelig und genervt von diesen ignoranten Leuten, die es immer noch nicht mitgekriegt haben. Aber umso bewundernswerter finden wir es, wie freundlich und gelassen sie hier damit umgehen. Da nehmen wir uns mal ein Scheibchen von mit 😉 Wir beobachten also bei einem Kaffee die vorbei flanierenden Menschen. Herrlich! Könnten wir den ganzen Tag machen, das geht nu wirklich nirgendwo so gut wie hier. Aber eins wollen wir uns noch anschauen: Die Heimstätte der Heimatlosen.

Dieser Ort ist Hauptbestandteil der Gruselgeschichte, die wir gestern angefangen haben zu lesen. Dort wurden von Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts die unbekannten Toten begraben, die an den Stränden Sylts angespült wurden. Schon ein bisschen unheimlich. Wir sind gespannt, wie es weiter geht. Dann schlendern wir am Strand zurück. Es hilft ja nix, die Koffer müssen gepackt werden.

So jetzt müssen wir aber Schluss machen und noch ein bisschen Sehnsucht tanken. Wir haben einen Tisch im “Sunset Beach” ergattert.

Der Schlendrian

Ja, jetzt ist er endgültig eingezogen in die Brandenburger Straße in Westerland: der Schlendrian. Und bevor Du, liebes Bötz, jetzt wieder lossingst von wegen “wer den lieben langen Tag…” usw. (ich habbet schon im Ohr), bin ich mir sicher: bei dem Regen, der sich hier heute über der Insel entlädt wärst DU auch nicht rausgegangen! Und so geben wir uns – äußerst widerwillig natürlich nur – dem süßen Nichtstun hin. Schlafen lange, trinken die ein oder andere Tasse Kaffee und lesen hin und wieder ein bisschen. Gegen Mittag kommt uns aber der Gedanke, dass es doch auch irgendwie blöd ist, die Regenhosen komplett umsonst mitgeschleppt zu haben. Außerdem reißt es da hinten schon wieder auf, oder? Und in die Kupferkanne wollten wir doch noch unbedingt, weil wir es da so schön finden. Also los, Regenhosen eingepackt und flugs nach Kampen geradelt.

Auf dem Weg dorthin kommen wir an dem Leuchtturm von Kampen vorbei. Es gibt ihn seit 1856, seinen markanten Anstrich hat er aber erst knapp hundert Jahre später (1953) erhalten. Bei diesen Arbeiten fiel ein Maler vom Gerüst und brach sich das Genick. Seitdem heißt es, der Leuchtturm trage ein weißes Leichenhemd mit Trauerflor.

Es ist aber auch wirklich so schön in der Kupferkanne. Was die hier nach dem zweiten Weltkrieg aus dem alten Flaggschiffbunker gemacht haben, ist schon toll.

Nach Kuchen ist uns gerade nicht und so entscheiden wir uns für eine Quiche. Dazu wollen wir eine Fruchtsaftschorle trinken. Und da haben wir es dann. Es ist ja mal wieder sooo typisch Sylt. Dekadenz macht hier einfach vor gar nichts halt, nicht mal vor der Saftschorle. Alibimäßig gibt es schnöden Apfel- und Rhabarbersaft, aber dann: Saft von der “Morellenfeuer Sauerkirsche”. Ja nee, is klar, ne! Da wird wahrscheinlich jede einzelne Kirsche vor dem Pflücken massiert und mit klassischer Musik beschallt. Und Saft vom weißen Pfirsich. Nein, der gelbe tut es natürlich nicht. Wir sind hier ja schließlich auf Sylt, da muss es schon der exquisite weiße sein. “Zwei Mal Pfirsichschorle bitte!” … lecker! 🙂

Dunkle Wolken hängen schwer am Himmel. Aber es ist trocken und so fahren wir noch zum Roten Kliff und klettern außerdem auf die Uwe-Düne, die höchste Erhebung Sylts.

Auf dem Rückweg entladen sie sich dann, die dunklen Wolken. Was wir beide auch so toll finden an den Regenhosen, ist, dass sie so leicht sind. Damit lässt sich super radeln. Wir überlegen gerade, ob wir sie das nächste Mal einfach mal anziehen, anstatt sie sauber und trocken in unseren Radtaschen nach Hause zu transportieren. Dann werden wir vielleicht auch nicht nass bis auf die Unterhosen.

Nur die Harten kommen in die Nordsee

Fünf Tage zuvor. Köln. Es ist der Abend vor der Abreise. Wir sitzen im “Fertig”, einem unserer Lieblingslokale in der Südstadt und stimmen uns auf unseren Urlaub ein. Da entspinnt sich folgender Dialog:

Björn: Hast Du eigentlich einen Bikini oder einen Badeanzug eingepackt?

Ranka: Nö, wieso? Sylter Welle hat doch eh zu, wegen C.

B: Ja, aber wir hatten doch ausgemacht, dass wir jeden Morgen in die Nordsee hüppen.

R: Waatt? Datt wüsst ich abba! Haben wir nicht!

B: Datt wüsst ich abba für Dich mit. Vor zwei, drei Wochen haben wir das beschlossen.

R: Nein haben wir nicht.

B: Doch, haben wir.

R: Nein.

B: Doch.

R: Nein.

B: Doch.

R: Nein.

B: Doch.

Zum Glück kommt irgendwann das Essen. Kaum zu Hause packe ich schnell noch resigniert meinen Bikini ein.

Zurück auf Sylt. Björn: Aaaaach, jetzt hab ich gar keine Badehose eingepackt…. Ich ziehe nur ganz kurz und kaum merklich, wirklich fast gar nicht zu sehen, die Augenbrauen hoch. Im Ernst, seine Schusseligkeit ist üüüüberhaupt kein Thema zwischen uns. Wir sind verheiratet! Das heißt, man liebt seinen Partner durch und durch. Mit all seinen kleinen Macken und liebenswerten Eigenartigkeiten. Gut, die 122 Stunden, die ich in unserer siebenjährigen Beziehung bisher mit z. B. Schlüssel suchen verbracht habe, die… ja, wie soll ich es sagen, die sind weg, fott. Die gibt mir ja keiner wieder. Aber was soll’s. Es waren 122 Stunden in Liebe verbundenes Suchen. Die nimmt mir keiner mehr! 🙂

Zurück zum Geschehen. Es ist kurz nach 10. In Björns Besitz befindet sich nunmehr seine 27. Badehose, die Sonne scheint – mal wieder unerwartet – es gibt keine Ausrede mehr. Wir machen uns also auf zum Weststrand. Nicht lang schnacken, sonst gibt das nix:

Hach, es war doch irgendwie cool. Wenn man sich überwindet und es einfach mal macht. Also ich weiß bestimmt für mich: es war ein EINMALIGES Erlebnis. Hallo, es ist Oktober! Da reicht einmal hüppen!

Nach dem Frühstück schwingen wir uns auch heute auf die Räder und fahren gen Osten. Keitum und Morsum. Auch schön. Hier ein paar Impressionen:

Hörnum

Kinder, Ihr glaubt nicht, was heute passiert ist. Wir haben den Tag mit einer Tasse Kaffee im Bett begonnen. Ja, Ihr habt richtig gelesen, im Bett! Ich schlug die Augen auf und da stand er vor mir, herrlich dampfend und duftend: der Kaffeepott. Dass ich das in diesem Urlaub noch erleben durfte, ich bin immer noch ganz hin und weg. Während Björn sich voller Tatendrang an den Strand begibt, um ein paar Fotos zu machen, gönne ich mir noch eine Tasse (im Bett natürlich) und lese auch endlich mal ein paar Seiten. Aber dieser 4. Oktober 2020 hat noch mehr in petto: die Sonne! Kein Wölkchen am Himmel, also heißt es nach einem Stündchen: raus aus den Federn und rein in den Wind. Ja, er ist natürlich auch wieder an Bord: unser Freund, der Wind. Gewohnt erfrischend bläst er uns entgegen. Eine kleine Variation zeigt er uns heute, er kommt von Süden. Immer noch beseelt und motiviert von dem Traumstart des Morgens, lassen wir uns dennoch nicht von unserer Idee abbringen. Wir satteln die Räder und machen uns auf nach Hörnum, dem südlichsten Ort der Insel. Zum Glück haben wir uns nicht abbringen lassen, denn… ach seht selbst:

Auf Sylt ist ja kein Weg wirklich weit und so schaffen wir auch mit ordentlich Gegenwehr die 17 km nach Hörnum. Der kleine blaue Punkt ward irgendwann natürlich nicht mehr gesehen, aber dafür hatte ich das Glück, ein, zwei Kilometer im Windschatten fahren zu dürfen. Das war schön. Auf einmal war da ein Jogger vor mir, der lief genau in meinem Tempo. Ich machte es mir also erstmal ein bisschen gemütlich. Bis zu einer kleinen Anhöhe bei Rantum. Da merkte ich auf einmal, dass er mir davon eilte. So nicht, mein Freund, dachte ich bei mir. Ich spuckte in die Hände und trat ordentlich in die Pedalen. Wie eine Bekloppte peste ich durch die Dünenlandschaft Sylts bis ich ihn irgendwann überholte. Gut, er hatte angehalten, um irgendwas auf seiner Fitnessuhr zu checken. Aber immerhin. Überholt. So, geht doch!

In Hörnum finden wir ein windgeschütztes Plätzchen und füllen die gerade überflüssigerweise verlorenen Kalorien mit einem Brötchen und einem Törtchen wieder auf. Der Rückweg ist ein Traum. Er hat nicht gedreht und so erinnern wir uns voller Zuneigung an unseren Freund, den Wind. Trägt er uns doch sanft und geruhsam nach Westerland zurück.

Ein bisschen nass geworden sind wir ja dann doch auf dem Rückweg und wärmen uns kurz in unserer Wohnung auf. Aber dann kommt die Sonne wieder raus und somit wir dann bald auch. Das wunderschöne Bistro “Sunset Beach”, welches wir am ersten Abend schon kennengelernt haben, liegt nur 3 min. von der Wohnung entfernt am Weststrand. Lustige Bedienung, leckere Getränke und ein traumhafter Blick auf die Nordsee. Ein würdiger Abschluss für einen herrlichen Urlaubstag.

Watt wär’n wa ohne Watt

Tja, watt wär’n wa da? Wahrscheinlich immer noch dieselben, aber auf jeden Fall um ein schönes Erlebnis ärmer. Ja, Ihr ahnt es wahrscheinlich schon: wir haben heute eine Wattwanderung gemacht. Das erste Mal für uns beide. Herrlich, aber warum denn bitte so früh? Jetzt haben wir endlich die passenden Kaffefilter zu unserem Kaffee und trotzdem gehen wir schon wieder aus dem Haus, ohne einen getrunken zu haben. Schließlich müssen wir den Bus um 7:41 kriegen. Und das nennt sich dann Urlaub….

Treffpunkt ist Vogelkoje Kampen. Es erwartet uns ein veritabler Ostwind (da isser wieder). Windstärke 6, wie uns unser einheimischer Wattwanderführer später erzählen wird. Da ist die Müdigkeit schnell verflogen. Wir ziehen unsere Schuhe aus, und rein in das matschige Vergnügen.

Werner – so heißt unser Wattwanderführer – ist ein lustiger Geselle und weiß so einiges interessantes zu berichten. Seine Leidenschaft für das Watt – immerhin Unesco Weltnaturerbe – ist offensichtlich. In List geboren und der dänischen Minderheit angehörend, versichert er uns, dass wir alle nach dem dritten Wein fließend dänisch sprechen können.

Meersalat. Schonmal gehört? Wir bis heute nicht. Sieht wunderhübsch aus in seinem satten grün. Aber muss man denn alles mitmachen? Nö. Wir machen es trotzdem. Lassen uns auch von den warnenden Worten des Wattwanderführers Werner (diese Alliteration konnte ich mir jetzt nicht entgehen lassen) nicht abhalten und beißen beherzt hinein. Ja, der Werner kennt sich eben aus: “Meersalat schmeckt wie salzige Plastiktüte.”

Auch der Wattwurm darf natürlich nicht fehlen. Mit kundigem Blick ausgegraben und einmal rumgereicht. Nee, den fass ich jetzt aber nicht an. Man muss eben NICHT alles mitmachen, oder etwa doch? 😉

Um 11 sind wir wieder zurück in der Wohnung. Endlich Kaffee und Frühstück! Guck mal, da ist es noch nicht mal Mittag und wir haben schon so viel erlebt. Ich versteh ja die Leute nicht, die im Urlaub immer bis in die Puppen schlafen… Der frühe Vogel fängt den Wattwurm, hihi.

Übrigens ist ja heute nicht nur unser Tag der ersten Wattwanderung. Es ist der 3. Oktober, Tag der deutschen Einheit. Watt wär’n wa ohne den 3. Oktober ist ja die viel wichtigere Frage. Da wären wir auf jeden Fall nur halb. Und darum feiern wir ihn heute, den 3. Oktober, die Einheit. Zum dreißigsten Mal schon. Wow!

List

Es regnet. Gut, es ist 7:00 und es regnet. Eh keine gute Zeit, um aufzustehen. Schließlich sind wir im Urlaub. 8:00 Es regnet immer noch, aber wir sind auch immer noch im Urlaub. Zeit, sich nochmal umzudrehen. 9:15 Es regnet immer noch. Blöd, dass wir gestern zwar Kaffee, aber keine Kaffeefilter gekauft haben. Jetzt haben wir immer noch keinen Grund, aufzustehen. 9:30 ejal, kein Kaffee, keine Sonne, los gehts. Duschen, anziehen und auf zum Fahrradverleih. In Regenmantel natürlich. Mit 18 Grad immerhin recht angenehme Temperaturen. Fahrräder abgeholt, zur Sicherheit schnell noch ein paar regenfeste Schuhe bei H.B. Jensen für Björn gekauft und jetzt kann es endlich los gehen zum nördlichsten Punkt Deutschlands.

Hat eigentlich schonmal jemand was von diesen Fahrrädern gehört, die einen Elektromotor haben? Anscheinend schon so einige, nur nicht zwei unbedarfte, sympathische Personen, die seit Jahren nur am Rhein entlang dümpeln. Nach ein paar Kilometern beschleicht mich aber der Gedanke irgendetwas falsch gemacht zu haben bei der Fahrradwahl. Werde ich doch reihenweise von Menschen in rasender Geschwindigkeit überholt, die ca. 70-100 Jahre älter sind als ich (mein Mann ist eh nur noch als kleiner blauer Punkt in der Ferne auszumachen). Egal, ich genieße die schöne Dünenlandschaft und die frische Brise. Zumindest solange ich nicht gen Osten fahren muss (Ostwind, ich sag nur Ostwind). Keine Zeit zu hadern, schließlich ist es nicht so weit bis List und schwupps sitze ich schon bei einem leckeren Wein am Hafen und genieße die regenfreie Zeit und die Sonne, die sich doch hin und wieder durch die Wolken kämpft.

Rückfahrt. Wer braucht denn schon einen Elektromotor? Zum Glück hat sich der Wind nicht gedreht. Herrlich dieser Anschub von hinten… bis zur nächsten Kurve, Puh, da ist er wieder. Mit 175.000 km/h bläst er mir entgegen. Aber was will ich denn? Wollte ich mich nicht eh ein bisschen mehr sportlich betätigen? Also Augen zu und Zähne zusammenbeißen. Mit 1,25 km/h schaffe ich heroisch die 15 km nach Wenningstedt. Dort erwartet mich mein Mann an einem herrlich sonnigen Plätzchen (nicht Gosch) mit einem erfrischenden Getränk völlig entspannt (obwohl er zwischendurch ungefähr sieben Mal angehalten hat zum Fotografieren, grrr). Es ist wirklich unglaublich, wie herrlich sonnig es hier ist. Zum Glück haben wir uns heute morgen aufgerafft ;o)

Hinfahrt und Ankunft

Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, siebeneinhalb Stunden mit aufgesetzter Maske im Zug zu verbringen, aber die Aussicht von der Terrasse unserer Einkehrmöglichkeit entschädigt doch schon sehr.

Einfach herrlich, frische Nordseeluft zu atmen und gleichzeitig diesen Blick genießen zu können. 🙂