Ja, Speyer, da waren wir doch auch noch nie. War zwar ursprünglich nicht geplant, aber umso besser, dass wir eine weitere für uns unbekannte Stadt entdecken. Das Wetter ist, na ja, oktoberhaft, halt. Üsselig, die ganze Zeit lauert der Regen über uns. Aber so lange er nur lauert, ist doch alles gut. Wir beziehen unser Zimmer in dem sehr schönen Domhof Hotel. Dieses Hotel macht seinem Namen nu wirkliche alle Ehre. Schließlich können wir sogar von unserem Zimmer aus einen Blick auf das Weltkulturerbe – größte romanische Kirche der Welt ! – werfen. Toll!
Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt. Bei dieser Gelegenheit werden wir endlich von unseren Ängsten vor den eisigen Winterstürmen des Südschwarzwaldes erlöst. Eine emsige Verkäuferin macht uns weis, dass wir in diesen Jacken einfach umwerfend aussehen – ja, nee is klar, genauso wie in den anderen fünf zuvor auch. Und genauso umwerfend, wie man halt in wetterfesten Winterjacken so aussieht. Aber wir sind dennoch froh, dass wir sie erstanden haben.
Wir essen recht früh, machen einen kleinen Gang zum Rhein und schlendern durch einen Park zurück. Dort stoßen wir auf einen kleinen, gemütlichen Rummel. “Glühwein” steht an einer Bude leuchtend geschrieben. Warum eigentlich nicht? Ist doch recht frisch geworden mittlerweile. Wir fragen, ob sie auch weißen Glühwein haben. “Haijohmähhändanodäaisod”. Watt? Dieser Dialekt hat uns ja heute so einige heitere Minuten geschenkt. Aber nu? Wir bestellen auf gut Glück einen roten und einen weißen. Daraufhin antwortet der freundliche Herr wohl akzentuiert: “Wir haben nur eine Sorte. Rot.” Geht doch!




