“Oooh, ich hab solche Sehnsucht, ich will zurück nach Westerland”. Diese poetische Zeile eines bekannten Liedes der besten Band der Welt hat bestimmt jeder schon mal vernommen. Und wir wissen jetzt schon, dass uns diese Sehnsucht bald wieder einholen wird. Aber noch haben wir einen Tag hier und den wollen wir genießen. Wir bringen die Fahrräder weg und essen erst einmal eine Kleinigkeit. Dann bummeln wir ein bisschen durch die Straßen und kaufen ein paar Andenken. Beim Diavolo, einem der begehrten Lokale auf der Friedrichstraße, sind zwei Plätze in der ersten Reihe frei. Diese Chance lassen wir uns nicht nehmen und lassen uns nieder.
Gute Gelegenheit, eines noch zu erwähnen: die Leute sind alle durch die Reihe weg total freundlich und die meisten haben immer einen lustigen Scherz auf den Lippen. Auch, wenn wir des öfteren beobachtet haben, wie die Bedienung zum hundertsten Mal erklärt, dass sich die Gäste bitte nicht direkt setzen, sondern warten, bis sauber gemacht worden ist und dass sie doch bitte ihren “Schnutenpulli” anziehen müssen. Also ich persönlich bin jetzt beim Schreiben schon wieder ganz kribbelig und genervt von diesen ignoranten Leuten, die es immer noch nicht mitgekriegt haben. Aber umso bewundernswerter finden wir es, wie freundlich und gelassen sie hier damit umgehen. Da nehmen wir uns mal ein Scheibchen von mit 😉 Wir beobachten also bei einem Kaffee die vorbei flanierenden Menschen. Herrlich! Könnten wir den ganzen Tag machen, das geht nu wirklich nirgendwo so gut wie hier. Aber eins wollen wir uns noch anschauen: Die Heimstätte der Heimatlosen.
Dieser Ort ist Hauptbestandteil der Gruselgeschichte, die wir gestern angefangen haben zu lesen. Dort wurden von Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts die unbekannten Toten begraben, die an den Stränden Sylts angespült wurden. Schon ein bisschen unheimlich. Wir sind gespannt, wie es weiter geht. Dann schlendern wir am Strand zurück. Es hilft ja nix, die Koffer müssen gepackt werden.
So jetzt müssen wir aber Schluss machen und noch ein bisschen Sehnsucht tanken. Wir haben einen Tisch im “Sunset Beach” ergattert.






