Unser Herz schlägt für das Sauerland

Ihr habt es bestimmt gemerkt, gestern haben wir nicht geschrieben. Das liegt aber nur an dem Oktoberfest, welches gestern auf dem Werder in Hameln stattfand. Und diesen zwei Gestalten hier zwischen uns.

Ja, wir haben uns mit Miri und Carsten in Hameln getroffen. Es war so schön, den ganzen Tag und Abend viel gequatscht, getrunken und Tränen gelacht. Für Kultur blieb da einfach keine Zeit mehr übrig. Aber dennoch haben wir auch von diesem hübschen Städtchen ein paar Fotos gemacht:

Außerdem mussten wir noch planen, wie es weiter gehen soll mit unserer Reise. Schließlich wollten wir morgen unser Auto holen und damit weiter gen Süden fahren. Aber unser Auto steht in Köln und Köln ist seit gestern Risikogebiet. Das heißt wir hätten zwar weiter fahren können, wären aber nirgends untergekommen, weil wir aus einem Risikogebiet angereist wären. Beherbergungsverbot – was für ein hässliches Wort. Gab es dieses Wort eigentlich vor C. auch schon oder ist das eine neue Kreation?

Also überlegten wir hin und her, was wir machen sollen. Nach Köln fahren und das Auto abholen, dann müssten wir auf jeden Fall einen Test machen… Oder sollen wir uns einen Mietwagen nehmen? Bisschen happig für drei Wochen. Vielleicht könnten wir ja auch mit der Bahn weiterfahren? Aber das wäre doch arg kompliziert geworden, weil wir nur noch kleinere Ortschaften ansteuern wollen. Da erreichte uns plötzlich der erlösende Anruf von Günter F. aus. M. Ja, das ist doch die Lösung! Wir fahren am Sonntag ins Sauerland und von dort mit einem freundlicherweise geliehenen Auto weiter. Manchmal hast Du doch gute Ideen, Papa!

Unser Bahnticket Paderborn – Köln war somit auch hinfällig. Miri brachte uns lieberweise mit dem Auto bis zum Westhofener Kreuz (danke nochmal, Myrthelchen 😘), wo der bereits erwähnte freundliche Günter F. aus M. uns einsammelte. Und so sind wir heute und morgen in Meinerzhagen und werden voraussichtlich am Dienstag unsere Reise fortführen können.

September im Oktober

Bye, bye Ballungsgebiete, helloooo Lüneburg! Ja, es ist schade, dass wir dieses Jahr zum zweiten Mal Hamburg abgesagt haben. Und der Grund dafür ist beschissen (sorry für die Wortwahl aber dafür gibt es keine elegantere Ausdrucksweise). Dennoch sind wir gerade nur froh, dass wir so flexibel sein können. Außerdem hat es sich jetzt richtig schön eingeregnet, so dass wir der Deutschen Bahn dankbar sind, dass sie uns außerplanmäßig eine knappe Stunde mehr im Trockenen schenkt (irgendwelche technischen Störungen in Dammtor, ja, nee, kennen wir ja alle). Unser neues Ziel seit heute morgen ist Lüneburg. Wie trefflich, dass der Zug, den wir eh bis Hamburg gebucht hatten, eine halbe Stunde später in Lüneburg hält. Und jetzt mal ehrlich. Wer will sich denn beklagen, wenn er unverhofft in so ein bezauberndes, hübsches Städtchen kommen darf?

Es regnet und regnet und regnet und regnet. Reichlich nass geworden vom Bahnhof zum Hotel. Kurz trocknen. Und dann trotzdem los ins schöne Lüneburg. Bei dem Wetter bleibt nur eins, einkehen, einkehren, einkehren. Z. B. hier, im September…

Hinfahrt und Ankunft

Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, siebeneinhalb Stunden mit aufgesetzter Maske im Zug zu verbringen, aber die Aussicht von der Terrasse unserer Einkehrmöglichkeit entschädigt doch schon sehr.

Einfach herrlich, frische Nordseeluft zu atmen und gleichzeitig diesen Blick genießen zu können. 🙂